Ich liebe Rhabarber, leider hab ich das erst in den letzten Jahren herausgefunden. Auch wenn er die Zähne stumpf macht und wegen des vielen (notwendigen) Zuckers nicht gerade für Diätessen geeignet ist, ich liebe ihn. Geerntet wird er noch bis zum 24. Juni, danach gibt es nur noch TK-Ware, oder das was ihr selbst einkocht.
Hier meine zwei Lieblingsrezepte:
Rhabarberkuchen vom Blech (nach einem Rezept aus der LivingatHome vom Mai)
- 700 gr. Rhabarber
- 300 gr. 3,5 % Joghurt
- 250 gr. Mehl
- 1 Päckchen Backpulver
- 5 Eier
- 350gr. Zucker
- 1 EL Vanillezucker
- 300 ml Mazola oder Sonnenblumenöl
- Puderzucker zum Überstäuben
Backofen auf 200 Grad vorheizen.
Rhababer putzen, faserige Haut nach belieben abziehen, waschen und in 3-4 cm schräge Stücke schneiden. Dicke Stangen halbieren. Das tiefe Backblech buttern und mehlen. Die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker mit dem Handrührer schaumig rühren, Joghurt dazugeben, gut unterrühren, dann das Mehl (vorher mit dem Backpulver vermischen) dazugeben und einarbeiten. Zuletzt das Öl unterrrühren (gründlich!)Den Teig auf das Backblech geben, vorsichtig glatt streichen und den Rhabarber darauf verteilen. ca. 35- 40 Minuten backen, auf keinen Fall zu lange. Der Kuchen sollte wirklich nur goldgelb sein. Herausnehmen, leicht abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.
Mit Schlagsahne oder Vanilleeis servieren.
Rhabarber-Kompott, eingekocht
DAS ist wirklich KEINE Atomphysik. Das Rezept wurde inspiriert von Jamie Oliver (aus diesem Buch, klick) Alles was ihr außer den Zutaten braucht sind leere Marmeladengläser oder Gläser von Tomatensauce, eingelegten Gurken, etc. Für die im Rezept genannte Menge braucht ihr Gläser die zusammen rund 2 Liter fassen. Die Gläser einfach mit Wasser füllen und dann die Menge mit dem Maßbecher abmessen. Die Deckel sollten eine Klickstelle im Deckel haben mit der man das Vakuum prüfen kann.
Zur Vorbereitung: Ich wasche die Gläser gründlich ab und stelle sie mit den Deckeln nochmal bei mind. 60 Grad-Spülgang in die Spülmaschine. Herausnehmen und noch warm verkehrtherum auf ein sauberes Wisch- oder Küchentuch auskühlen lassen. Wasser im Wasserkocher zum Kochen bringen und die Gläser bis zum Rand mit kochendem Wasser befüllen. Auch die Deckel mit kochendem Wasser abspülen. Wenn ihr wollt könnt ihr auch einen großen Topf mit Wasser zum kochen bringen und die Gläser dort 3 Minuten auskochen. Gläser anschließend erneut umgedreht abkühlen lassen.
Zum Rezept ergibt die oben genannte Menge also ca. 5 Gläser, ihr könnt es auch halbieren):
- 1,5 kg Rhabarber
- 275 gr. brauner Zucker
- 25 gr. Vanillezucker
- 3 saftige Orangen
Rhabarberstangen oben und unten beschneiden, ggf. die Haut abziehen (ich mache das nur bei dicken Stangen, wenn ich beim Schneiden merke, das die sehr faserig sind). Dann den Rhababer in ca. 3 cm lange Stücke schneiden und waschen. In einen großen Topf (mit Deckel) geben.
Orangen halbieren und auspressen.
Orangensaft zum Rhabarber geben. Bitte nehmt keinen gekauften Orangensaft. Oder wenn dann den frischgepressten, 100 % frischen, 0% Konzentrat Orangensaft.
Danach den braunen Zucker mit dem Vanillezucker mischen und ebenfalls zum Rhabarber geben.
Jetzt Deckel drauflegen und zum Kochen bringen. Wenn es kocht, Hitze auf mittlere Temperatur reduzieren und rund 5 Minuten weiterkochen lassen, bis der Rhabarber beginnt weich zu werden. Danach den Deckel abnehmen, kosten ggf. nachsüßen und bis zur gewünschten Konsistenz eindicken lassen (ca. 2-4 Minuten).
Alle vorbereiteteten Gläser umdrehen, alle Deckel passend bereitlegen. Zewa-Tücher bereitlegen. Am besten ihr holt euch beim ersten Mal einen Helfer dazu. Topf vom Herd nehmen und zügig alle Gläser bis zum Rand befüllen. Wichtig: außen am Schraubrand des Glases und oben auf dem dünnen Glasrand sollten keine Rest des Kompotts landen, also gleich mit Zewa sauber wischen. Deckel aufschrauben (Vorsicht, heiß!!) und die Gläser zum Abkühlen auf den Kopf stellen.
Nach dem abkühlen sollte sich ein Vakuum gebildet haben, die Deckel der Gläser sich nicht eindrücken lassen. Dunkel und kühl bis zu 4 Monate lagerbar. Wir heben unsere im Kühlschrank auf.
Schmeckt lecker zu Joghurt, als Kuchenbelag, zu Milchreis oder Grießbrei oder abends vor dem Fernseher.
Fragen zum gestrigen Post:
- die Pompoms sind von Etsy (klick)
- Ich habe kein Seidenpapier in den Läden oder onlineshops gefunden, dessen Größe und Farben mir so richtig gepasst haben, deswegen habe ich die Poms Poms nicht selbst gemacht. Übrigens habe ich mich so dämlich beim Aufplustern angestellt, das 4,5 der 5 Pompoms mein Mann mit stoischer Gelassenheit aufgeplustert hat. Also ein Tipp, für ungeduldiger Gemüter oder in Zeitnot stehende Menschen ist das nix ;o)
- Den Obstteller letzte Woche gab es nach einem großen SchinkenKäseSalat-Sandwich für Sander und mich. Es war 500 gr. Trauben und eine ganze frische Ananas, aber davon allein würde weder Sander noch ich satt ;o)
Ich finde es super, wie viele von euch wieder mitgemacht und reingeschaut haben! Danke für die netten Worte und die Glückwünsche!

ich wollte nur berichten: das kuchenrezept habe ich gestern ausprobiert und was soll ich sagen, der schmeckt nicht nur sönke, nee, sogar ich habe den gegessen UND das soll was heißen. die temperatur war zwar etwas zuviel bei meinem ofen, beim nächsten mal nehme ich nur 160°c umluft, aber sonst hat´s echt gut geklappt und GUUUUT geschmeckt.
nun gibt´s im hause b. am deich auch rhabarber und sönke ist happy.
lg
sandra
Kommentiert von: Sandra | 22. Mai 11 um 15:11 Uhr
sorry, schneller finger: ich meinte, das ich ihm den kuchen jetzt am we backe.
Kommentiert von: Sandra | 20. Mai 11 um 06:59 Uhr
puuuh ... rhabarber ist nicht mein fall. wahrscheinlich, weil´s den oft gab, als ich kind war und ich habe den als unheimlich sauer in erinnerung. ich habe aber meinem mann versprochen, das ich ihm am den kuchen backe. er liebt rhabarber und in der langen zeit, wo wir schon zusammen sind, hat´s das bei uns beiden nie gegeben.
lg
sandra
p.s.: habe die woche tatsächlich geschafft, hast du es auf meinem blog gesehen ? also fast, tag7 "muß" ich noch zeigen und einiges an fotos drucken und ins album verfrachten.
Kommentiert von: Sandra | 20. Mai 11 um 06:59 Uhr
Hmmm, ich liebe Rhabarber auch sehr - leider als einzige meiner Familie :( ! Das Kuchenrezept probiere ich auf jeden Fall auch aus, als Kuchen darf ich den Rhabarber den wählerischen Gaumen nämlich anbieten :)) Das Einkochrezept klingt auch sooo lecker, am liebsten würde ich mit einem großen Löffel in Euren Kühlschrank einziehen *gg*
Kommentiert von: Silke | 18. Mai 11 um 08:18 Uhr
Der Kuchen sieht sehr lecker aus. Und ich glaub ich werde auch noch ein "EWIL" machen. Und zwar genau wie Du bevor der Bauchzwerg schlüpft. Und wenn ich darf klau ich mir auch den Titel. Der ist total süß! Bin sehr gespannt auf Dein fertiges Album. Tolle Bilder!
LG Julie
Kommentiert von: Julie | 18. Mai 11 um 07:04 Uhr
Hmm, die Rezepte hören sich lecker an ...
LG Yvonne
Kommentiert von: Yvonne | 17. Mai 11 um 17:56 Uhr
Rhabarberkompott ist das beste, was es gibt. Danke für die Idee. Ich liebe Rhabarber und als Kind gab es zum Kompott immer noch einen Schuß Vanillesoße. LECKER!!!
LG Ellen
Kommentiert von: Ellen | 17. Mai 11 um 12:33 Uhr
Hallo,
ich werd die Rezepte auf jeden Fall ausprobieren :-) Aber wieso ausgerechnet der 24. Juni? Ist das ein besonderer Stichtag?
Ich find auch die Pompoms toll, schrecke aber vor so einer Deko immer zurück, weil ich befürchte, dass das totale Staubfänger sind. Gibt's da irgendwelche Tricks?
Lg Astrid
Kommentiert von: Astrid | 17. Mai 11 um 12:28 Uhr
Das sieht sehr lecker aus!
Die Pompoms gibts übrigens auch von einer deutschen Firma bei Dawanda - da hab ich sie gerade bestellt *grins*.
Liebe Grüße und alles Gute für Euch!
Katharina
Kommentiert von: KathaW | 17. Mai 11 um 11:43 Uhr
hmmm yumyumyum.... schmackofatz lecker!
Kommentiert von: scrapkat | 17. Mai 11 um 10:47 Uhr
mmmmmhh lecker. Wir hatten am letzten WE auch Rharbarbarkuchen und am nächsten wird es ihn wieder geben, diesmal nach deinem Rezept. Im Garten ist er riesengroß und wir können ordentlich viel ernten. LG Andrea
Kommentiert von: Andrea | 17. Mai 11 um 10:38 Uhr
Mmmmmmmh.... Beide Rezepte werde ich definitiv diese Woche noch nachbacken bzw. nachkochen.
Ich lieeeeebe Rhabarber :-)
LG
Katta
Kommentiert von: katta | 17. Mai 11 um 10:34 Uhr
Mittlerweile habe ich Appetit auf den Rhabarber als auch auf "eine Woche in unserem Leben" bekommen und werde wohl nächste Woche damit starten... Vielen Dank für die tollen Bilder, alles Gute für die bevorstehende Geburt und Sander ist der süsseste Kerl, den ich je gesehen habe *ganzverliebtbin* :-)) LG Christine
Kommentiert von: Christine - Zauberwelt | 17. Mai 11 um 10:16 Uhr
Hmm, auch ich liebe Rhabarber! Deine Rezepte habe ich mir sofort abgespeichert.
Ich habe übrigens auch beschlossen, eine Woche aus meinem/unserem Leben zu dokumentieren. Ich fange aber erst nächste Woche an, bereite jeodch schon fleißig vor und hoffe sehr, dass ich durchhalte!
Kommentiert von: Mimi | 17. Mai 11 um 10:05 Uhr