Gedanken über das Leben oder wie ich Brotbüchsen mache, die immer leer nach Hause kommen…
Lumbar Pillow -Selbstgemacht-

less is more... meine Erfahrungen mit natürlichen Reinigungsmitteln und eine Buchempfehlung

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In der Vergangenheit habe ich schon öfter über das Thema natürliche Reinigungsmittel gesprochen, z.B. hier oder hier.

Darauf gestoßen sind mein Mann und ich zuerst, als wir vor fast 6 Jahren zum ersten Mal in einem Dresdner Mitgliederladen einkauften. In dieser Einkaufsgenossenschaft kann man biologisch und/oder regional hergestellte Lebensmittel und sonstige Dinge für den Haushalt kaufen, also auch Reingungsmittel, Kosmetika und Verpackungen wie Brotdosen, Trinkflaschen und Co.

Wenn man mal im Fernsehen gesehen hat, wie in Kanada oder Polen  herrliche Wälder abgeholzt werden für Dinge wie Taschentücher und 4- lagiges Premium- Klopapier, kauft man diese natürlich aus 100% Recycling-Papier. Komfort wird man dabei kaum vermissen, höchstens aufgedruckte rote Herzchen oder künstlichen Vanilleduft. So eine Umstellung fällt entsprechend leicht.

Aber bei Reinigungsmittel habe ich lange nicht geglaubt, dass die Wirksamkeit von natürlichen Reinigern mit der von der Drogeriemarkt-Standard-Ware konkurrieren kann. Mittlerweile bin ich überzeugt. Meine Fliesenböden und die Gartenmöbel und Holzterrassen werden mit  flüssiger Olivenöl-Kernseife geschrubbt, die gründlich reinigt und super pflegt.

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Wie ich meinen Schmuck ohne chemische Keule wieder schön glänzend bekommt habe ich euch hier schon mal gezeigt!

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Meine Brettchen werden mit einem Stück Olivenöl-Seife geschrubbt, das in der Küche auf dem Waschbecken liegt und anschließend mit meiner Brettchen-Butter gepflegt.

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Apropos Olivenöl-Seife:

Falls ihr das ausprobiert, wundert Euch nicht über den starken Eigengeruch. Packt die Seife aus und lasst sie erstmal an einem luftigen Ort (Fensterbrett, Hausflur) ein paar Tage liegen. Die Seife duftet nicht dezent, aber man gewöhnt sich schnell daran.

Zum Spülen reibe ich einfach ein paar Mal mit dem feuchten Spülschwamm  über die Seife, und spüle ihn dann unter dem einlaufenden Wasser aus oder ich halte den Seifenwürfel direkt unter den Hahn. anschließend gut trocknen lassen. Die Seife, die neben dem Spülstein liegt nehme ich natürlich auch zum Händewaschen. Und nein, sie schäumt nicht (oder nicht sehr), reinigt aber ganz hervorragend. Außerdem pflege und reinige ich damit meine Holzarbeitsplatte, unseren Holztisch, die Regale und vieles mehr.

Zurück zum Selber-Mixen:

Auch auf einem meiner liebsten Blogs ist das Thema natürliche Reinigung immer wieder aktuell. Glücklicherweise habe ich vom LV-Verlag ein Rezensions-Exemplar des neuen Buches „Natürlich frisch und rein“ von Manfred Neuhold erhalten. Schon nach kurzem Durchblättern war klar, da probiere ich einiges aus. Deutsche Rezepte für so ziemlich jedes Haushaltsmittelchen, wie klasse.

Zunächst habe ich alles Zubehör zusammengesucht, das ging relativ fix.

Gläser und Flaschen aus Glas hebe ich sowieso meist auf, weil wir viel Marmelade und Sirupe kochen. Diese eignen sich perfekt für die Aufbewahrung der eigens angemixten Reinigungsmittel.

Außerdem hebe ich gern auch leere Sprühflaschen auf (z.B. von Vorwaschspray oder man nimmt diese hier

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Was man für die meisten Reiniger braucht, findet man im Drogeriemarkt und der Apotheke, in meinem Fall:

Waschsoda

Medizinischen Alkohol (Apotheke)

Essig und Essigessenz (Supermarkt)

Zitronensäure (je nach Rezept flüssig oder als Pulver) 

Ätherische naturreine Öle zum Beduften (wer mag)

 Wichtig: Natürlich heißt auf jeden Fall nicht ungiftig!!!! Soda, Säure und Alkohol können Haut und/oder äugen reizen. Jedes dieser Reinigungsmittel solle von Kinder ferngehalten und gut beschriftet werden. Dafür nehme ich übrigens einfach einen Dymo. 

Nummer 1: Klarspüler für den Geschirrspüler!

Man braucht: Essig und Ansatzalkohol

Schon seit einiger Zeit nutzen wir statt der bequemen Tabs ein Geschirrspülpulver aus dem Bio-Laden. Das Mittel kann niedrig dosiert werden (was bei Tabs ja nicht geht und eindeutig gegen sie spricht), wenn zum Beispiel nur wenig verschmutztes Geschirr und Gläser gespült werden sollen.

Nun wollte ich dazu den Klarspüler gern selbst machen. Die Mischung war denkbar einfach, das  Mittel hat mich auch direkt überzeugt, weil das stumpfe Gefühl bei Gläsern und Tellern direkt aus dem Spüler sofort weg war. Wir haben kein kalkhaltiges Wasser, aber auch für dieses Problem ist im Buch ein spezielles Rezept enthalten.

 Nummer 2: Reinigungsmischung für angebranntes

Man braucht: Waschsoda und Zitronensäure

Bei uns brennt zwar nicht viel an, aber wir erwärmen jeden Morgen Milch für unseren Café au lait und die Kinder. Es nervt mich tierisch, das der Topf jedes Mal von weißem Milchfett verklebt. Jetzt streue ich ein wenig der Mischung in den Topf, gebe heißes Wasser dazu, und nach dem Frühstück muss ich nur noch ausspülen und minimal nachschrubben. Perfekt!!

Beide Rezept haben schon mal gut geklappt und überzeugt. Weiter auf meiner Liste stehen:

  • selbst gemachtes Spülmaschinenpulver (wenn das aktuell gekaufte leer ist),
  • Weichspüler mit Zitronengrasduft,
  • natürlicher Toilettenreiniger und
  • ein Teppichspray falls bei der Mietze mal was daneben geht.

Was mir super gefällt, ist das das Buch auch viele Tipps zum Thema Flecken, Potpourris, natürlicher Desinfektion, verstopften Abflüssen und und und enthält.

Wie wunderbar, das man mit ein paar Mittelchen im Haushalt für jede Eventualität gerüstet ist. Das wandert deswegen auch nicht in den Bücherschrank sondern direkt in die Küche.

Eine Empfehlung von ganzem Herzen und ein großes Dankeschön an den Verlag!

 

Ciao, eure Marit

Kommentare

Stephanie B

Oooh super... Danke für die vielen Tipps... Und das buch ist direkt auf dem Weg zu uns. Ich such schon lange nach Alternativen. Ein schickes Wochenende wünsch ich euch

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