Unser Garten

Der Garten war eines der größten Projekte in diesem Jahr. Viele Stunden haben wir damit verbracht ihn zu gestalten und zu verändern. 

Für einen sehr ungeduldigen Menschen wie mich ist das eine wichtige Lektion: zu warten was aus einer Idee wird, über den Lauf vieler Wochen und Monate. Ein Garten ist eben niemals fertig und nichts geht schnell und so stehen für das nächste Jahr viele weitere Arbeiten und Veränderungen an.

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Am meisten habe ich in diesem Jahr Zeit mit Gemüse und Obst verbacht. Wir haben nebenan einen mittlerweile recht verwilderten, verlassenen Privatgarten mit Kirsch-, Äpfel- und Birnenbäumen, dazu selbst einen Pflaumenbaum.

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Zusätzlich haben wir 5 Tomatenpflanzen gehegt, dazu Mangold, Salat, Himbeeren, Gurken, Kräuter und Kartoffeln.

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Erstaunlicherweise hat sich die Mühe vollkommen ausgezahlt. Wir hatten soviel Tomaten, dass wir jeden Tag ernten konnten, haben uns monatelang an Himbeeren gelabt und mehr Pflaumen als wir essen konnten. 

Und dass musste festgehalten werden:

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Wieder ein Layout mit dem November-Kit.

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Das tolle Papier braucht nicht viel: ein bischen Kork, ein bisschen Wood Veneer, ein paar Sticker!

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Die Stempel aus dem kit habe ich direkt verwendet, ein bisschen genäht und das wars!

Demnächst stelle ich euch meine liebsten Gartenbücher vor!

Ciao, eure Marit

Tippi-Yeah-Yeah-Tippitippihey! Ein Zeltbau-Tutorial

Pünktlich zum Kindertag wurde es fertig und die Kinder haben sich sooooo sehr gefreut: 

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Wir sind alles sehr begeistert von diesem Zelt. Die Kinder natürlich auch!

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Das Zelt ist ca 2 m hoch und innen ungefähr 1,40m im Durchmesser, groß genug für unsere beiden und unseren Nachbarsjungen, die drei haben das Zelt auch zusammen bekommen, damit eventuelle Streiterein darum erst garnicht aufkommen.

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Die Materialkosten beliefen sich auf ziemlich genau 100 EUR: 70 EUR für 10 m Stoff von IKEA, 6 (angespitzte) Holzpfosten (Länge 2,40m ) mit 7 cm Durchmesser aus dem Baumarkt für 25 EUR, dazu starkes Nähgarn von Gütermann und eine Schmetz 90/14 Nadel. Außerdem ein bisschen Gurtband oder Schrägband was rumliegt oder ein festes gewebtes Band, ca 1,5 cm breit.

Wir sind grob diesem Tutorial gefolgt: klick

Die 10 m Stoff wurden auf 2x 5 m geteilt und dann an einer Längsseite zusammengenäht. Damit war das entstandene Stück dann 3m x 5m lang.

Daraus wurden dann 7 Teile zugeschnitten.

Die ersten 6 Teile sind gleich. Unsere Maße waren:

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 Der Rest des Stoffes wird in zwei Teile geschnitten (1 x richtig rum, einmal spiegelverkehrt)

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Die beiden "halben" Teile mit 5 cm Nahzugabe (vorher nach innen Bügeln und an der Bügelkante entlang nähen) nur auf einer Länge von 1m  zusammennähen,

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Die Nahtzugabe anschließend doppelt nach innen einschlagen ( erst 1 cm, dann 4 cm) und von unten nach oben absteppen. Anschließend den Ansatz des Schlitzes mit ein paar Reihen ZickZackstich sichern.

Dann alle 6 ( die 5 "normalen" und das "Eingangsteil" ) Teile aneinandernähen.

Dabei bei 35 cm über dem unteren Ende (orangener Punkt) ein 40 cm langes Stück Band (in der Mitte gefaltet, Enden zeige nach innen) in der Naht mit fassen:

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Mit diesen Bändern wird dann das Zelt an den Zeltstangen angebunden, damit nichts verrutscht:

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Am oberen Ende den Saum ca 2 cm nach innen legen und festnähen. Ich habe ihn mit 2 parallel laufenden Nähten befestigt.

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Unten Saum doppelt nach innen einschlagen erst 1cm dann nochmal 4 cm und festnähen. 

Die Pfosten am oberen Ende bei ca. 25 cm mit einer Bohrmaschine Löcherbohren, die Pfosten mit einem Stück Seil zusammenbinden. Da die Holzpfosten unten angespitzt sind steht das Zelt recht sicher.

Zelt über die Pfosten stülpen, erst danach aufstellen. Stoffbahnen durch die angenähten Bänder an den Zeltpfosten fixieren.

Fertig. 

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Ciao, eure Marit

Wie ich meine Holzgartenmöbel pflege

Ein idealer Nachmittag sieht für mich so aus: ich hole Smilla mit dem Fahrrad vom Kindergarten ab, fahre mit ihr an der Elbe entlang nach Hause, sammle Sander vom Schulhort ein und spätestens viertel nach 4 sitzen wir mit einem Eis vom Eismann um die Ecke im Garten.

Glücklicherweise sehen meine Nachmittage im Sommer oftmals so aus und noch schöner ist es, dass ab halb 5 nach und nach unsere Nachbarn eintrudeln, man ein Schwätzchen hält, die Kinder ums Haus rennen, mein Mann die Blumen gießt und es ein bisschen so ist, als hätte man Urlaub.

Dreh- und Angelpunkt für alle Hausbewohner ist der große Holztisch von IKEA den wir vor 6 Jahren gekauft haben.

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Der Tisch steht das ganze Jahr über draussen, nur der krasse Winter im vorletzten Jahr brachte uns dazu, den Tisch in den Keller zu bringen.

Im letzten Jahr fiel mir auf, das das Holz des Tisches nicht nur eine graue Patina bekommen hatte sondern das es tatsächlich einen Unterschied zwischen edel-grau und schmutzig-grau gibt. 

Nach einer Recherche im Internet entschied ich mich, den Tisch mit pflanzlicher Schmierseife abzuschrubben und das Ergebnis war so überwältigend großartig, das ich mich in diesem Jahr mit der selben Methode an die Arbeit machte. 

Ihr braucht eine gute Pflanzen-Seife (ich nehme Sonett Olivenöl-Schmierseife die wir in unserem Bio-Laden kaufen). Die Pflanzenseife ist stark rückfettend und reinigt nicht nur wirksam, sondern versorgt das Holz auch mit Pflege und macht es streichelweich

Außerdem eine gute Bürste zum Schrubben, am besten mit Naturborsten.

Außerdem einen Wassereimer, wenn ihr mögt Gummihandschuhe (nutze ich nicht, die Seife ist mild und rückfettend) und Wasser aus dem Wasserschlauch zum Abspülen.

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Zunächst wird geschrubbt: in einem Eimer Wasser (ich schwöre im Garten auf Tub Trugs: biegsame Kunstoffeimer, die leicht und flexibel sind) und ungefähr 5 Eßlöffel Seife auf 7 Liter Wasser geben

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Die Lauge wird milchig, das ist ok. Warmes Wasser wäre schön, da es im Garten oft nicht greifbar ist, geht auch kaltes Wasser.

Übrigens: damit der Tisch schnell trocknet, dies bitte an einem sonnigen Tag machen.

Und jetzt wird geschrubbt. Und selbst wenn ihr euren Tisch regelmäßig säubert, werdet ihr staunen was da so runter kommt:

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Den grünbraunen "Schlamm", den ihr von den Möbeln entfernt, regelmäßig mit klarem Wasser abspülen. 

Wenn die Möbel sauber geschrubbt sind, die pure Seife auf den noch nassen Tisch sparsam auftragen, die Seife einreiben, leicht aufschäumen und anschließend mit klarem Wasser wieder abspülen. Ich mache das per Gartenschlauch.

Nun einfach trocknen lassen und genießen, dass die Möbel streichelweich und sauber sind und so gepflegt wirken, als wären sie frisch geschliffen.

Wer die graue Patina nicht mag, nutzt jetzt ein Teak- oder Holzöl, wir lassen es so:

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Leider könnt ihr nicht mit der Hand drüber streichen, Karla Kolumna würde sagen "Sensationell"

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Ein Tipp noch: nicht die Lieblingsjeans dazu anziehen (nicht das mir das passiert wäre, ähem)

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Ciao, eure Marit

Schmutzige Hände, glückliches Lächeln

Wir wohnen mitten in Dresden. 10 Minuten mit der Bahn in die Innenstadt, bis zur Elbe sind es auch nur 7 Minuten, der nächste Biergarten ist mit dem Rad grade 5 Minuten weg.  

Mittendrin statt nur dabei sozusagen.

Aber das Beste an unserem Haus ist der Garten.  Und damit meine ich nicht nur unseren Garten. Direkt an unseren Garten grenzt nämlich eine ehemalige Gartensparte, die seit letztem Jahr verwaist ist, weil ein Immobilienhai hier bauen wollte (und alle alten Pächter gekündigt hat) aber jetzt tut sich nichts (gerüchteweise macht die Stadt nicht so mit wie der Immobilienhai will).

10 oder 12 Kleingärten, verwaist und von der Natur zurückerobert. Wilde Stachelbeersträucher, alte Regenrinnen und Blechgießkannen und versteckt unter Unkräutern und wuchernden Buchrosen: Rhababer, Erdbeeren, Pfingstrosen, Spargel.

Es ist ein Paradies in dem Sander und unser Nachbarsjunge (und alle Jungs die zu Besuch kommen) stundenlang rumstromern, Buden bauen und nach Material für ihre Wasserbahn aus alten Regenrinnen suchen.

Paralell dazu wächst und gedeiht unser eigener Garten. Und weil ich viel viel wissen möchte und weil mich dieses Buch beim Durchblättern in der Buchhandlung sofort angesprochen hat, ist dies meine Lieblings-Bettlektüre geworden:

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Das Buch ist genau für uns gemacht: Junge Familie mit Kindern (nicht zu kleinen Kindern) die am Anfang einer "Gartenkarriere" stehen. Praxisrelevante Beispiele und vieles von dem was 'schritt-für-schritt' beschrieben wird ist genau das was wir machen zur zeit: Stauden umsetzen oder teilen, Bäumchen pflanzen, Beete anlegen, Sämlinge vorziehen und pikieren.

Ich finde es fantastisch und empfehle es allen, vorallem auch denjenigen, die nicht nur ein Blumenbeet haben wollen sondern sich auch an Obst- und Gemüseanbau wagen wollen. 

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Es ist auch optisch toll gestaltet, ich gebe zu, das ist für mich auch wichtig. Ich lese einfach auch eher in einem Buch was mich anspricht und visuellund inhaltlich schön gestaltet ist.

Außerdem enthält es viele viele Selbstmach-Ideen für Kinder im Garten: ein Etagen-Erdbeerbeet- zum Beispiel das wir im nächsten Jahr sicher ausprobieren und einige Hochbeet-Ideen die sich abgespeckt auch auf dem Balkon oder der Terasse verwirklichen lassen. 

Apropos Sämlinge vorziehen und pikieren:

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Die Kinder haben vom Osterhasen ein Päckchen "Flippiges Gemüse" bekommen. Bei uns gibt es in diesem Jahr also gelbe Zucchini (siehe oben), Lila Möhren, Roten Rosenkohl und bunten Mangold. 

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Von der gleichen Firma gibt es auch ein witziges Salatpaket, eine Mischung essbarer Blüten, eine Mischung für leckere cocktails, eine Kräutermischung und vieles mehr. alles ist super aufgegangen und wir freuen uns schon auf die Ernte!

Ich finde die Kits so toll, das ich sie mir auch gut als Geschenk vorstellen kann.

Ciao, eure Marit