Meine Lieblingsbücher - Simply Clean - von Becky Rapinchuk

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Kaum sind die letzten Tage des Winters am Horizont zu erkennen, fange ich an, meine Wohnung und das Haus auf Vordermann zu bringen. Mein Mann ist dabei den Keller auszuräumen mit dem wir große Pläne haben, ich werfe im Haushalt viel weg und bereite mich vor auf den großen Frühjahrsputz. Immer im Gepäck: das iPad oder der Laptop um mal schnell ein Rezept für ein ökologisch unbedenkliches Scheuermittel zu suchen oder nachzusehen, wie man mit Hausmitteln die Spülmaschine schön sauber bekommt. 

Der Blog Clean Mama gehört dabei schon ganz lange zu meinen Favoriten. Neben Rezepte und Tipps für natürliche, selbstgemachte Reinigungsmittel gibt es bei ihr auch tolle Checklisten, damit man auch nichts vergisst. Als ich hörte, das ihr Buch auf Deutsch erscheint, hab ich sofort zugegriffen!

Nie mehr rumgoogeln, alles dabei und an einem Platz. Yeahh!

 

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Wir haben eine recht große Wohnung und zwei Bäder, was zusammen mit 2 Kindern, einer Katze und einem großen Garten jede Menge Arbeit ergibt. 

Ich habe das Buch regelrecht durchgearbeitet, die Listen verwendet und bin aktuell dabei stur nach Beckys Plan Zimmer für Zimmer durchzuarbeiten. An manchen Stellen brauche ich länger, aber die stringente, regelmäßige Routine macht sich bemerkbar. 

Zuerst gibt es einen 7 Tage Plan, als Kickstart, der meine Samstags-und sonntags-Putz-Routine ersetzt hat. Dazu dann rotierende Aufgaben (Backofen, Fenster, Decken, Leuchten, Kühlschrank und und und). Irgendwann hat man hoffentlich alles geschafft. 

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Dazu Rezepte, Tipps wie man was reinigt, Tipps zur Aufbewahrung und zum Ausmisten. Das schönste dabei: Wie auf dem Blog, ist alles undogmatisch, praxisnah und motivierend geschrieben. Ich muss oft schmunzeln wenn ich ihre Texte lese, das hilft auch, den Putzen gehört nun wirklich nicht zu meinem Lieblingstätigkeiten. Und ich merke jetzt schon:

Ich werde immer schneller und effektiver, brauche also weniger Zeit!!

Das Buch ist daher eine echte Herzensempfehlung!

Das einzige was mich an der Übersetzung irritiert hat war das Wort Castor-Seife: hier nehme ich einfach flüssige Schmierseife auf Olivenölbasis aus dem Bioladen, die ich schon seit Jahren verwende. Außerdem nutze ich Waschsoda statt Natriumhydrogencarbonat/Natron.

 

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Mein Lieblingstipp: Becky "Sink Scrub" das Waschbecken-Pulver, das ich damals bei Pinterest gefunden habe und dadurch auf Ihren Blog gestossen bin: 

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Damit putze ich Spülbecken, Duschbecken, Badewanne und Waschbecken und liebe es sehr! Außerdem bedurfte ich es jede Saison anders, Weihnachten mit Orange-Zimt (ätherische Öle) aktuell habe ich Teebaum und Minze gemischt. Das alles lecker riecht ist auch ein Tipp Beckys, der mich auch total begeistert hat!

Außerdem bewahre ich nun in jedem Bad und in der Küche eine kleine Kiste mit den wichtigsten Utensilien auf (und einem Glas sink Scrub) so das ich auch zwischendurch mal fix putzen kann ohne alles erst zusammen zu suchen.

Das buch habe ich netterweise vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen, Meinung und Begeisterung sind allerdings unbezahlt und ehrlich gemeint! 

Ciao, eure Marit

Digital Detox...

... und wie ich das für mich umsetze...

Bestimmt habt ihr gemerkt, dass ich bei Instagram und auch hier auf dem Blog meine Aktivitäten reduziert habe. Das zuviel social media allgemein gesprochen bei Menschen eher Stress auslösen kann, haben mittlerweile Studien belegt. Wichtiger für mich ist allerdings, was social media bei mir auslöst. 

Wenn die Freizeit begrenzt ist, was will ich mit dieser Zeit anfangen? Ich kann mich noch gut an meine Scrap-Zeit erinnern: mehr Zeit als beim kreieren von Minibooks und Layouts habe ich im Forum, beim Kommentieren, mit Produktrecherche und bei Pinterest verbracht. Inspiration ist wichtig, aber irgendwann war das Zeigen des Layouts wichtiger geworden, als das Layout selbst. 

Irgendwann wusste ich: weniger Kucken, mehr machen sollte mein Mantra werden.

Darüber das Pinterest und Instagram riesige "Will-Haben" Maschinen geworden sind, schrieb ich hier schon einige Male, aber im letzten halben Jahr habe ich bewusst Konsequenzen daraus gezogen. Weniger Zeit bei Instagram, weniger Content.

Bei mir heißt das 24 Einträge im Dezember und Januar, also ca. alle zwei bis drei Tage ein Post. Was mich in der Zwischenzeit dazu bringt weniger Zeit beim Scrollen, Kommentare lesen und Content saugen zu verplempern. 

Übrigens lässt sich eine Zeitsperren/ -information bei Instagram leicht selbst in den Aktivitäten hinterlegen. Dann erinnert einen Instragm bei erreichen daran, dass man das selbst gewählte Zeitlimit erreicht hat.

Bei der Auswahl Aktivität lässt sich dann leicht eine individuelle Zeit einstellen, bei mir 20 Minuten am Tag:

 

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Hier seht ihr auch, dass ich ca. eine Viertelstunde pro Tag durch Instagram schaue.

Wo ich unterwegs bin like und kommentiere ich dann auch, aber auch das weniger als früher. Damit mir Instagram zwischendurch nicht auf die Nerven geht, habe ich alle Arten von Benachrichtigungen ausgeschaltet: 

 

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Dadurch werde ich nicht zwischendurch "verführt" mal bei Instagram reinzusehen. Gleiches gilt für Facebook und Pinterest, wo ich ebenfalls keine Benachrichtigungen mehr bekomme.

Aktuell bin ich gerade dabei Pinterest nach und nach durchzugehen und ebenfalls zu löschen was ich nicht mehr brauche: Pins für Beschäftigungen, Kleidung und Rezepte aus denen wir "rausgewachsen" sind, Mein Want to make Ordner mit dingen die ich irgendwann mal machen wollte wird zusammengeschrumpft und statt dessen mache ich andere Dinge:

Lesen:

In den letzten Wochen und Monaten habe ich ganz wunderbare Bücher gelesen. Außerdem habe ich alle Bücher über die ich bei der Lektüre von Zeitungen, Lieblingsblogs und Podcasts gestolpert bin auf einer Wunschliste bei Amazon gesammelt, damit ich bei dem nächsten Besuch von Bibliothek oder Buchladen Nachschub organisieren kann.

Nach wie vor kaufe ich Bücher am allerliebsten gebraucht oder leihe sie aus. Wunderbarerer Weise habe ich eine nette Nachbarin mit einem ähnlichen Buchgeschmack und eine beste Freundin mit eben solchem, so dass die meisten Bücher die ich gebraucht kaufe gleich von drei Personen mindestens gelesen werden.

Wenn alle das Buch gelesen haben, entscheide ich ob es behalten wird (nur wenn ich es nochmals lesen will) oder ob ich es wieder verkaufe. Zwei-dreimal im Jahr geht dann ein großer Karton an Momox mit allen aussortierten Büchern.

Meine liebsten Bücher der letzten Monate stelle ich euch in den nächsten Wochen hier vor, freut euch drauf!

Bewegung:

Bewegung gehört für mich zum Leben dazu. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht versuche, ein paar Extra-Sport-Minuten einzubauen. Im Frühjahr, Sommer und Herbst ist das ganz einfach, denn an den meisten Tagen fahre ich mit dem Rad zur Arbeit. Ich gehe einmal in der Woche schwimmen und seit zwei Monaten auch wieder regelmäßig laufen. 

Besonders das Laufen bringt mir viel: Energie, ein gutes Gefühl, die Freiheit auch mal bei Spaghetti nachzuholen und vor allem : Stress-Abbau! In den letzten Jahren habe ich nicht viel Zeit gehabt um zu laufen, jetzt wo meine Kinder auch mal eine halbe Stunde ohne mich auskommen, gehe ich direkt nach der Arbeit: ich komme mit Smilla nach Hause, ziehe mich um und laufe eine halbe Stunde oder ein bisschen mehr einfach los. Smilla kommt in dieser halben Stunde zu Hause erstmal an , entspannt und spielt ein wenig oder macht Quatsch mit Sander und wenn ich wieder da bin geht es an die Hausarbeit, die Hausaufgaben oder das Abendessen.

Ich habe gemerkt: die halbe Stunde habe ich, weil ich weniger aufs Handy schaue und mir fürs Laufen die Zeit einfach nehme.

Ich versuche drei mal in der Woche zu laufen, meist Fahrtenspiele, also im Wechsel langsam und schnell zu laufen. Meine strecken und Läufe zeichne ich mit der runkeeper -App auf:

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In der letzten Woche plagten mich Knie-Probleme, die einfach da her rührten, dass ich das Dehnen vor und nach dem Training vernachlässigt habe. Das kuriere ich gerade mir Stretching und Yoga aus und dann geht es wieder los.

Ich kann jeder nur empfehlen sich eine kleine Laufstrecke zu suchen und einfach anzufangen, laufe ist nun mal eine der natürlichsten Bewegungsformen für den Menschen, wir sind schlicht dafür gemacht. Und wer langsam startet kann eigentlich auch nichts verkehrt machen und wird sehr sehr schnell mit einer tollen Kondition belohnt.

Sport hält fit, das Gewicht in Zaum und vor allem: es hält gesund. In einer Zeit wo Menschen in meinem Alter mit Sicherheit von Ihrer Rente irgendwann nicht mehr leben können, heißt das: ich möchte fit genug bleiben um ggf. länger arbeiten zu können, falls ich es muss und auch um eine wahrscheinlich erst mit 70 oder älter kommende Rente noch genießen zu können. 

Außerdem möchte ich ein Vorbild sein für meine Kinder in deren Alltag Bewegung auch eine große Rolle spielen soll!

Ist digital Detox für euch ein Thema und wenn ja: wie setzt ihr das um?

Ciao, eure Marit

Less is more: natürlicher Reiniger

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Meine Erfahrungen mit natürlichen Haushaltsreinigern und Pflegemitteln habe ich ja schon einige Male hier geteilt (unter anderem hier). Neuerdings mache ich auch den Oberflächenreiniger für Bad, WC und Küche selbst und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Und da man dafür Orangenschalen braucht (die gerade Saison haben) dachte ich, das Rezept interessiert euch auch. Abgefüllt in eine Glasflasche (wiederverwendbar, auskochbar und frei von Mikroplastik und Co) ist das Rezept nachhaltig, preiswert und komplett abbaubar im Trinkwasser.

Ihr braucht:

  • die Schalen von 3 Orangen, am besten unbehandelt oder heiß abgespült
  • Essig (einfacher weißer Haushaltsessig oder Apfelessig)

Zuerst die Schalen in ein verschließbares Glasgefäß ( bei mir 950 ml. Füllmenge) geben und mit dem Essig so übergießen, dass die Schalen vollständig bedeckt sind. An einem kühlen und dunklen Ort (Kühlschrank) 3-4 Wochen stehen lassen, dann den Essig durch ein Sieb oder einen Filter in eine Sprühflasche abfüllen und fertig.

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Der Essig und das aus den Schalen gelöste Orangenöl ergeben eine kraftvolle Mischung. Auf empfindlichen Stellen wie Granitfensterbretter oder Marmor unbedingt vorher testen, auf anderen Oberflächen ggf. mit Wasser verdünnt verwenden. Im Spülbecken, Waschbecken und Duschkabine sowie Armaturen sprühe ich alles ein, lasse es wenige Minuten einwirken und wische dann mit einem feuchten Tusch sauber und mit einem nassen Tuch nach.  

Für die Toilette einfach einsprühen, eine Viertelstunde warten, schrubben, spülen fertig! 

Spart manchen Euro, duftet auch ganz gut und frisch und ist sehr ergiebig! Viel Spass beim Testen! Das Rezept ist übrigens aus diesem Buch:

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Ciao, eure Marit

Gedanken über das Leben, Weihnachten und vieles mehr

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Letztens fragte mich meine Jüngste aber: „Wann holen wir endlich das Geschmücke (aka Weihnachtsdeko) aus dem Keller?“ Der Anlass für diese Frage war das Paket das am selben Tag gekommen war: ein Paket mit silbernen Papierweihnachtssternen (zu sehen in meinen Instastories).

Ich hatte diese zufällig im Netz gefunden und direkt bestellt: nur 8 Euro, zeitlos, schön. Zufällig im Netz gefunden stimmt eigentlich nicht. Ich hatte silberne Sterne auf einem Blog gesehen, fand sie toll und hab danach gesucht. Und welche gefunden und bestellt.

Ich habe nun keine 4 Kisten Weihnachtsschmuck, aber brauchen tue ich die neuen Sterne nicht. Überhaupt: Wer braucht schon Weihnachtsschmuck. Aber wenn ich durch Blogs oder Instagram schmökere möchte ich welchen. Die Marketingmasche läuft bei mir…

So wie beim Bummel durch das liebstebesteschönste Geschäft in Holland: dort habe ich im Oktober ein weißes Stufengiebelhaus aus Porzellan mitgenommen, das mit einem Teelicht wunderschön aussieht: Als Erinnerung ans Lieblingsland auch in Dresden. Dafür wanderte ein anderes Teil in den Schrank und dabei dachte ich auch: Gebraucht hätte es das jetzt nicht. Aber schööööön ist es.

Dabei ermahnt ich mich im Alltag oft: Bücher kaufe ich meist gebraucht oder gehe gleich in die Bibliothek, Stoffe werden projektbezogen gekauft, Klamotten die neu kommen ersetzen kaputte, fleckige Sachen aus dem Bestand. Neue Deko sind eher mal Duftkerzen, die wir aber regelmäßig nutzen und dabei eben auch verbrauchen. Und trotzdem: ich könnte konsequenter sein und noch mehr ausmisten und noch mehr wiederstehen.

Dabei ist mir schon von Berufswegen klar wie Verkaufen funktioniert: einen Wunsch oder Bedarf beim Konsumenten wecken, den er vorher nicht hatte. Ihn sooft damit penetrieren und konfrontieren und zuballern bis er mitmacht und mitkauft! Interessant, das diese Masche trotzdem auch bei mir funktioniert.

 

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Aktuell schaue ich mir alte Downton Abbey-Folgen an: Wenn die Töchter von Lady Grantham ein neues Kleid bekommen, wird eine große Sache daraus gemacht. Und obwohl alle mit Bediensteten in einem großen und reichen Landsitz leben, hat man das Gefühl, dass keiner große Besitztümer hat. Silber, Leinen, Bilder und Möbel werden gepflegt, erhalten, repariert.

Und obwohl sich die Serie über 12 Jahre im Leben der Familie erstreckt, wird weder an der Uniform der Hausmädchen, noch am Dekor noch am Aussehen von Haus, Park oder Garten irgendetwas sichtbar verändert. An Weihnachten wird ein Tannenbaum geschmückt und in der großen Halle aufgestellt, alle anderen Räume werden nicht dekoriert. Zu Festen wird Blumenschmuck verteilt und das war es. Alles was man hat wird genutzt, manches eben auch nur zu besonderen Anlässen.

Wenn ich mich bei uns zu Hause umsehe , finde ich es nicht voll oder zugestellt, aber trotzdem: ich wünsche mir, dass es immer noch weniger wird. Weniger Geld ausgegeben wird.

Aber eigentlich wünsche ich mir, dass ich mir weniger wünschen würde.

Wenn man mich fragt was ich mir zum Geburtstag wünsche fällt mir nichts ein. Aber wenn ich bei TK Maxx bin, kaufe ich Gesichtsserum und eine Duftkerze. Nichts schlimmes daran, aber warum?

 

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Nicht zu kaufen wird häufig als KonsumVerzicht bezeichnet: aber setzt Verzicht nicht eben auch einen Wunsch voraus auf den „verzichtet“ wird. Müssen wie statt beim Verzicht nicht eher beim Wunsch ansetzen? Und woher kommt der Wunsch?

Zum Beispiel: Sander bittet mich, ihm einen Hoodie zu nähen. Ein Klassenkamerad (gleichzeitig der Sohn einer Freundin) hat von seiner Mama einen genäht bekommen und so einer soll es sein. Wir kucken durch die Stoffvorräte: Nix passendes dabei für Sander: senfgelb oder Weinrot soll der Pulli sein. Im Bestand: Sweatstoff in flaschengrün und dunkelblau (ehemals die Lieblingsfarben). „ Aber alle haben jetzt gelbe Hoodies oder Rote!“

Die alten Stoffe könnten auch irgendwann mal zum Einsatz kommen, sie „fressen kein Brot“ wie man bei uns sagt. Also könnte ich losgehen und gelben Sweatstoff kaufen. Geld ausgeben und dem Trend folgen. Oder ich stelle mich stur und nähe mit dem vorhandenen Stoff. Auf die Gefahr hin, dass das Kind den Hoodie nicht trägt. Was auch blöd wäre.

Was nun: Trend gegen Vernunft gegen Realität?

Klar, ich weiß: Trend ist Marketing: jedes Jahr eine neue Farbe die auftaucht: erst ab und zu und dann irgendwann immer mehr, genauso wie immer neue Marken (erinnert sich noch irgendwer an Ed Hardy?) Wir laufen wie die Lemminge hinterher. In der Masse mitzuschwimmen gibt uns Halt, Sicherheit, ein gutes Gefühl. Skinny Jeans sehen an 75% der Frauen (und Männer) nicht so wirklich gut aus, aber alle haben welche an (ich eingeschlossen!!) Dafür liegt eine andere, ältere Jeans im Schrank.

Instagram oder auch Pinterest sind tolle Inspirationsquellen: Rezepte, Interior, Quilts, Schnittmuster, Persönlichkeiten. Aber oft, oft, oft eben auch um zu kaufen. So wie der Heine,Otto,Quelle- Katalog der früher regelmäßig im Briefkasten lag.

Oder nehmt mein Blog: ich empfehle euch unsere Lieblingsbücher oder zeige auf Insta welche Deko auf #thiswhiteikeatabel steht. Und animiere euch damit vielleicht auch zu konsumieren. Mache Marketing für Dinge die ich mag. Und werde dafür noch nicht mal bezahlt.

Unternehmen die Sachen herstellen, die nicht zum Überleben gebraucht werden, leben davon das ich und andere ( Privatleute auf Insta oder Blogger oder Profis die Influencer sind) genau das tun und natrülich auch davon, dass ich und andere hinsehen und diese Inspirationen konsumieren. Gerade jetzt: Kerzen, Adventskränze, Adventskalender, Geschenke-Tipps und und und: eine einzige Verkaufs-Show.

Gleichzeitig schafft dieser Konsum auch Arbeitsplätze, Wirtschaftsaufschwung, belebte Innenstädte und andere durchaus gute Dinge. Die Schattenseite sind aber auch Umweltverschmutzung, ein Müllproblem, Ausbeutung von Arbeitskräften hier und in Entwicklungsländern, Zerstörung von Lebensräumen von Menschen und Tieren, zunehmende Überschuldung.

Ich will nicht mit schlechtem Gewissen einkaufe, shoppen, es bei uns zu Hause schön machen. Aber sollte ich nicht trotzdem ein schlechtes Gewissen haben, zumal wir wissen, wie eine Vielzahl der Dinge hergestellt werden, die wir kaufen?

Und weil wir wissen, das H& M Sachen die wir dann nicht kaufen, verbrennt? Das kein Dekoladen alla "Depot" die Sachen die wir nicht kaufen, für das nächste Jahr in ein Lager stellt und sie dann wieder rausholt (weil dann der nächste Trend da ist der uns zum neukaufen animieren soll) sondern alles irgendwann auf der Halde oder in der Verbrennung landet. Ist das denn wirklich besser als wären die Sachen bei mir im Schrank?

Wenn ich auf diese komplexen Themen schaue und feststelle, das ich noch nicht mal eine richtige Meinung, geschweige denn eine Lösung habe, dann merke ich: alles hat seine Schattenseiten. Wie steht ihr dazu, wie löst ihr das für Euch, macht ihr Euch eigentlich darüber auch Gedanken?

 

Ciao, eure Marit

Tschüss Mikroplastik: Sisal-Putzschwamm zum Selbermachen

Das zuviel Plastik ein Problem ist wusste man ja schon lange, aber das Problem Mikroplastik ist mir erst in den letzten Monaten bewusst geworden. Plastikfrei einzukaufen ist aufwendig aber möglich, aber noch mehr kann man tun, wenn man auch zu Hause darauf achtet nachhaltige Materialien zu verwenden und so wenig wie möglich Kunststoffe zu verwenden.

Enter Putzschwamm. Die lösen sich ja durch Benutzung quasi auf, fallen irgendwann auseinander und sind komplett aus Kunstoff. Das geht doch besser (und schöner!!)

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Bei Pinterest war ich durch Zufall auf einen runden, gehäkelten Putz"schwamm" gestoßen, aber die Form fand ich doof und ausserdem konnte ich mir nicht vorstellen, das der richtig sauber macht.

Der Groschen fiel unter der Dusche: dort benutze ich nämlich schon lange statt Peelingduschbad (meistens voll mit Mikroplastik) einen Sisalhandschuh: wenn das Ding meine Haut schön sauber schrubbt, dann wäre doch ein kleineres Äquivalent perfekt für Töpfe und Pfannen.

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And der Form und dem Muster habe ich lange getüftelt: durch das spezielle Häkelmuster entstehen erhabene Rippen, die beim Schrubben helfen, so dass man nicht viel Kraft braucht.

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Für einen Sisal-Putzschwamm brauche ich ca 15 Minuten, so sind ruck- zuck ein paar an einem Abend gemacht, die zusammen mit einem Stück Marseiller Seife (wird oft auch in Papier oder Stoff eingewickelt verkauft) auch ein wunderbares Geschenk ergeben. Dazu noch ein Gläschen mit meiner Brettchen-Butter : super für Freundin, Nachbarin, Kollegen oder wenn man sonst beglücken will.

Doch zurück zu meiner Anleitung. Ihr braucht: 

  • Sisal-Bindfaden, am besten zwei Rollen, da doppelfädig gearbeitet wird (ich habe meine bei Mäc-Geiz gekauft, der im Link sieht genauso aus) 
  • Häkelnadel Größe 8 (möglichst aus Metall oder Plastik , auf jeden Fall stabil und glatt)

Bitte nehmt nicht aus Versehen Jutegarn: das ist zu weich! Ihr braucht wirklich Sisal, das man auch im Baumarkt findet. Mein Garn hat eine Stärke von ca. 1-2 mm und ist auch wirklich unregelmäßig in der Struktur.

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Und so gehts: 

  • Zuerst mit zwei Fäden 12 Luftmaschen anschlagen.
  • In der ersten Reihe in jede Luftmasche eine feste Maschen arbeiten (super beschrieben hier, für die die ein bisschen aus der Übung sind!),
  • wenden
  • in der nächsten Reihe die 11 festen Maschen in den hinteren Teil jeder Masche aus der Vorrunde häkeln
  • so Reihe für Reihe fortfahren bis der Putzschwamm schön quadratisch ist oder gern auch ein bisschen größer häkeln, ganz wie man mag, bei mir nach ca. 12-13 Reihen

Noch mal im Detail:

Immer in den hinteren Teil der Masche  (also nicht in die ganze Masche) einstechen, das ergibt die erhabenen Rippen:

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Das Sisalgarn ist ziemlich widerspenstig, also nicht zu fest häkeln. Am Ende der Runde fand ich es manchmal schwierig die dicke Nadel in die letzte Maschen einzustechen. Wenn es euch genauso geht behelft euch einfach mit einer dünneren Nadel (bei mir Größe 6):

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Faden mit der dünneren Nadel durchziehen und dann auf die dicke Nadel ziehen

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Spätestens ab der vierten Reihe sieht man das Rippenmuster auch sehr schön:

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Nach 12- 13 Reihen den Faden abschneiden, durch die letzte Masche ziehen und kräftig anziehen. Anschließend verstechen. Da keine meiner Näh- und Stopfnadeln dick genug für das Sisalgarn war, hab ich kurzerhand mit Hilfe einer dünneren Häkelnadel verstochen: einfach den Faden mit Hilfe der Nadel immer wieder von vorn nach hinten durch die Maschen ziehen. Wenn man dabei dich an den Maschen bleibt, kann man den Faden geradezu unsichtbar verstecken.

Das wars schon. Die Dinger halten am besten, wenn sie nach Gebrauch luftig abgelegt werden, damit sie trocknen können. Meine halten nun schon ohne sichtbaren Verschleiß ein paar Wochen, wenn sie irgendwann hin sind, können sie zum verrotten auf den Kompost. 

 

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Ciao, eure Marit